Dienstag, 7. März 2017

✘Prügelei als Sportart? - ➦Russischer Fußball-Funktionär plant Prügelei als Sportart


Verrückter gehts wohl nicht mehr? Gut ein Jahr vor der WM in Russland, erreichen uns kuriose Meldungen von dort. Der Vizepräsident des russischen Parlaments schlägt vor, Kämpfe zwischen Hooligans im Stile von Fußballspielen zu organisieren. Er glaubt wirklich, "ein solches Spektakel" könne Fan-Aggressionen eindämmen.

Igor Lebedew (seines Zeichen Parlamentsvizepräsident in Russland) hat vorgeschlagen, aus den Kämpfen zwischen Hooligans eine neue Sportart zu machen. "Ich bin mir sicher, dass ein solches Spektakel nicht weniger Zuschauer anlocken würde als Fußballspiele", schrieb Lebedew auf seinem Blog. "Vielleicht kann man den Aggressionen der Fans so eine friedliche Richtung geben."

Russiche Fußball-Fans seien Kämpfer und keine Hooligans. Aus diesem Grund könne man aus den Duellen mit den Fäusten einen ritualisierten Sport machen, sagte der Politiker von der nationalistischen Liberaldemokratischen Partei. Als offizielle Mitteilung übernahm die Partei Lebedews Überlegungen. Lebedew gehört im übrigen zur Führung des russischen Fußballverbandes. 

Auch der russische Fußball hat ein Problem mit gewalttätigen Fans. Dieses Problem will der russische Fußballverband zum ConFed-Cup in diesem Jahr und zur WM im kommenden Sommer in den Griff bekommen muss. Bei der EM in Frankreich hatten russiche Hooligans englische Fans in Marseille angegriffen.

Den russischen Brauch des Kampfes "Wand gegen Wand" nannte Lebedew als Vorbild für seine Idee. Dabei versuchen zwei Gruppen, sich gegenseitig vom Platz zu schieben und zu prügeln. Ultras der russichen Spitzenclubs ZSKA und Spartak organisierten im Februar Kampfkunst-Zweikämpfe in Mixed Martial Arts (MMA).

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